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Ein eher ungewohntes, weil autofreies Bild des Aufstellungsbereichs der Hauptstraße vor der B 507

Neugestaltung der Einmündung in die B 507 soll Stau verringern

Ein alltägliches Ärgernis für Autofahrer und motorisierte Zweiradfahrer ist der Rückstau vor der Ampel an der Einmündung der Hauptstraße in die Bundesstraße 507 nahe der Donrather Kreuzung. Im nachmittäglichen Berufsverkehr reicht dieser Rückstau nicht selten über zwei Kilometer bis ins Lohmarer Ortszentrum zurück. Aber auch außerhalb dieser Stoßzeit verläuft das Abfließen des Verkehrs in Richtung Donrath und Rösrath auf der einen und Neunkirchen-Seelscheid auf der anderen Seite nicht flüssig.

Für Autofahrer ein gewohntes Bild : Rückstau vor Donrath, hier in Höhe des Lohmarer Feuerwehrhauses

Bereits im Herbst 2015 hatte ein Ingenieurbüro mehrere Vorschläge zur Verbesserung der Situation im städtischen Ausschuß für Bauen und Verkehr vorgestellt (siehe  Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBericht vom 26.11.2015 ). Nun präsentierte ein Verkehrsgutachter vor dem gleichen Gremium drei neue Varianten. Eine aktuelle Verkehrszählung hatte ergeben, daß täglich 7.000 Fahrzeuge in Richtung Lohmar, 8.000 in Gegenrichtung unterwegs seien, in den Spitzenzeiten morgens und abends bis zu 760 pro Stunde.

Bei den Fahrten in Nordrichtung, die das Problem der Staubildung beeinflussen, sind die Anteile der Fahrtziele morgens anders als am Nachmittag. So biegen morgens nur 22 Prozent der Fahrzeuge nach rechts auf die B 507 in Richtung Neunkirchen-Seelscheid ein, 33 Prozent fahren nach Donrath / Wahlscheid (B 484), 35 Prozent in Richtung Rösrath (L 288) und 10 Prozent auf die Autobahn 3 in Richtung Frankfurt. Nachmittags sinkt der Anteil, die direkt nach links auf die Autobahn 3 abbiegen, auf 1 Prozent. Auch der Anteil in Richtung Rösrath oder Köln (L 288) sinkt stark auf gut 20 Prozent. Jeweils knapp 40 Prozent der Fahrzeuge haben Donrath / Wahlscheid (B 484) oder aber Birk, den Breidter Rücken oder Neunkirchen-Seelscheid (B 507) zum Ziel.

Übliches Bild : drei Spuren, von denen nur eine genutzt wird

Weil die Fahrzeugführer, die sich vor der Ampel in Richtung Donrath einordnen, nahezu komplett die gleiche Spur benutzen wie die Rechtsabbieger auf die B 507, trägt diese Spur fast 80 Prozent der Verkehrslast, in Spitzenzeiten also rund 600 Fahrzeuge stündlich. Die seinerzeit vorgestellten Vorschläge hätten die Situation zwar verbessert, träfen aber nicht die Ursache des Problems, so der Gutachter. Aus diesem Grund stellte er drei andere Lösungen vor.

Alle haben gemein, daß die bisher dem Busverkehr vorbehaltene Spur für den Allgemeinverkehr, und zwar für Rechtsabbieger nach Neunkirchen-Seelscheid freigegeben wird. In zwei Varianten erhalten die Busse eine zusätzliche vierte Fahrspur, was allerdings einen größeren Umbau des Abschnitts zwischen dem Abzweig zum P+R-Parkplatz zur Linken und der Ampel erforderlich machen würde. Sie unterscheiden sich darin, daß in einem Fall die Querungshilfe für Fußgänger in Richtung Lohmar auf die Gerade verlegt würde, um mehr Aufstellraum für Fahrzeuge zu ermöglichen.

Die Busspur (rechts) soll zum Rechtsabbieger umgewidmet werden

Der dritte Vorschlag ist deutlich einfacher umzusetzen, denn Rechtsabbieger und Busse teilen sich die derzeitige Busspur. Die dortige Bushaltestelle würde geringfügig in Richtung Lohmar zurückverlegt, um den Aufstellraum für Rechtsabbieger davor zu vergrößern. Busse verlieren vor dem Abbiegen dann zwar bis zu einer Ampelphase Zeit, gewinnen aber deutlich mehr, weil der Rückstau schwindet. Und in diesem stehen PKW und Busse bislang gleichermaßen.

Diese separate Rechtsabbieger-Lösung beinhaltet einen weiteren entscheidenden Vorteil. Denn die Rechtsabbieger dürfen dann auch abfließen, wenn die aus Richtung Neunkirchen-Seelscheid kommenden Fahrzeuge, die nach links in die Hauptstraße einbiegen, Grünlicht haben. Somit haben die Rechtsabbieger eine doppelt so lange Grünphase wie derzeit. Außerdem stehen so pro Fahrtziel jeweils eine Fahrspur zur Verfügung (A 3 und Rösrath links, Donrath und Wahlscheid in der Mitte, Neunkirchen-Seelscheid rechts).

Ein weiterer Vorteil : Fußgänger, die die B 507 an der Ampel queren wollen und den Rechtsabbiege-Verkehr aufhalten, haben keinen zeitlichen Einfluß auf die Linksabbieger mehr. Bislang wurde der gesamte Verkehr auf der mittleren Spur dadurch aufgehalten. - Allerdings birgt diese Variante auch ein Risiko :  Steht ein Bus in der Haltestelle, können Autofahrer, die rechts abbiegen wollen, nicht sehen, ob vor dem Bus noch Aufstellfläche frei ist. Stellen sie sich sicherheitshalber hinter dem Bus an, wäre die Strecke schnell komplett blockiert.

Die zukünftige Verkehrsführung - (Illustration : 'brenner BERNARD ingenieure GmbH', Aalen)

Für einen anderen Vorschlag konnte der Gutachter im Ausschuß keinen Gefallen finden. Er schlug zusätzlich vor, auf die Querungshilfe für Fußgänger, die zwischen Fußballplatz und P+R-Parkplatz die Hauptstraße teilt, ganz zu verzichten, Fußgänger könnten die Straße an der gut fünfzig Meter entfernen Ampel gesichert kreuzen. Ausschuß-Mitglieder befürchteten aber, Fußgänger würden die Straße - ob aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit - weiterhin an der bisherigen Stelle queren. Der Verzicht auf die Furt mit Querungshilfe sei daher zu gefährlich.

Weil der erstgenannte Vorschlag mit einer vierten Fahrspur zu aufwendig ist und zudem eine zweite Querungshilfe neben der vorhandenen nötig machen würde, sprach sich der Ausschuß für die einfacher umzusetzende Lösung mit der Umwandlung der Busspur in einen Rechtsabbieger aus. Er folgte der Empfehlung, diese Variante in einem Pilotversuch zu testen. Die Ist-Situation soll aufgenommen und mit der Leistungsfähigkeit der Kreuzung nach der Umgestaltung verglichen werden.

Um die Verbesserungen wirksam werden zu lassen, müssen Gespräche mit dem für die B 507 zuständigen 'Landesbetrieb Straßen NRW' und der 'RSVG' geführt werden. Dann muß die Ampelschaltung (für die Rechtabbieger) umgestellt werden. Außerdem sollen auf den drei Fahrspuren dann klare Pfeilmarkierungen für die drei Hauptrichtungen aufgebracht werden (links / "geradeaus" (Donrath) / rechts), zudem die Bodenmarkierung der Busspur entfernt werden. Der Ausschuß beschloß einstimmig, den Pilotversuch nach der Umstellung, die nur einen geringen baulichen Aufwand erfordert, für ein volles Jahr durchzuführen. (cs)

 

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05. Mai 2017


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